Dienstag, 2. September 2014

II so unaufgeräumt und trotzdem leer


Wie kann der Kopf eigentlich so voll sein und im inneren doch eine gähnende Leere herrschen?


In meinem Kopf herrscht Chaos meine Gedanken kann ich kaum sortieren. 

Abends bin ich froh wenn ich von der Arbeit daheim bin und nur noch meine Ruhe habe. Dabei sollte man doch gerade in solchen Situationen wenn es einem nicht gut geht und man im Geschäft zuviel zu tun hat, abends für Ausgleich sorgen. 

Ich glaube mein Kopf hat deshalb keine Lust abends noch nachzudenken, sondern schaltet dann einfach auf "Leere"

Ich erwische mich dabei wenn ich 1 Minute Ruhe habe das ich in den PC starre und überlege was ich als nächstes tun soll. 



Ständige Erreichbarkeit für Fahrer und Chef seit es das Handy gibt. Seit es WhatApp fallen die Hemmschwellen der anderen wohl noch mehr jemanden in seinem Privatleben zu stören. 

Eigentlich komme ich ganz gut mit meiner Persönlichkeitsstörung klar - auch mit ständigem Multiktasking aber irgendwann wehrt sich dann der Körper wenn ständige Erreichbarkeit verlangt wird und man seine Arbeit die man gerade macht liegen lassen muss weil etwas anderes an Arbeit dazwischen kommt. 

Wenn das Telefon klingelt erstmal danach wieder eine halbe Stunde Herzrasen weil man schon vor dem Hörer abnehmen mit dem schlimmsten rechnet, wieder alles liegen lassen muss und nur noch reagieren kann auf das was gerade passiert anstatt zu agieren. 

Das Bloggen gibt mir Kraft. Da hört das Herzrasen auf, wenn ich einen Beitrag schreibe oder eure Blog's lese.

Spazierengehen hilft leider nur bedingt, denn auf den Spazierwegen befinden sich leider auch Fahrradfahrer die meinen sie müssten einen von "hinten" anklingeln obwohl man schon ganz rechts läuft und sie locker an einem vorbeifahren könnten. 

Daheim sein tut gut. Ruhe. Wenn man nichts hören will Fenster zu ... Klingel aus. 

Wenn man versucht sich Hilfe in Form eines Arztes zu holen hört man in so einer Situation nach der fünften Absage auf, Termine gibt es frühestens in einem halben Jahr und man hat keine Kraft mehr weiterzusuchen. Geht man in die Klinik bekommt man 2 Tabletten in die Hand gedrückt und wird wieder weggeschickt, geht man zum Hausarzt bekommt man wieder eine Überweisung für den nächsten Arzt auf den man lange warten muss. 
Da wirft sich mir echt die Frage auf was genau man tun muss um zeitnahe einen Termin einen Termin bei einem Neurologen oder Psychiater zu bekommen in den Hörer schreien muss das man sich gerade umbringt - anscheinend bekommt man ansonsten erst einen Termin in einigen Monaten. 

(Das soll nicht heißen das ich über so etwas nachdenke - aber ich glaube kaum jemand der dort einen Termin will ruft an weil es ihm gerade so unheimlich gut geht) 

Und sollte man dann noch die Frechheit besitzen berufstätig zu sein wie ich und Abends einen Termin zu wollen - dann geht gleich gar nichts mehr. 

Der Hausarzt zuckt nur mit den Schultern. Schreibt Überweisung und sagt man soll in die gelben Seiten schauen. 


Ich kann auch nicht einfach aufstehen und tagsüber zum Arzt gehen, denn dann ist niemand im Geschäft. Aber Abends einen Arzttermin zu bekommen scheint dann ein wirkliches Ding der Unmöglichkeit sein. 





Wie kann man eigentlich über seinen Schatten springen ? 

Und einfach mal ein paar Sachen liegen lassen damit damit ich mich wieder etwas entspannen kann und nicht mehr soviel im Kopf habe was noch erledigt werden muss. 


Liebe Grüße
Armida


Kommentare:

  1. Liebe Armida! Ich denke an dich und hoffe, das gibt dir ein kleines bisschen Kraft! Ganz liebe Grüße und bis bald wieder... Michaela :-)

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  2. Liebe Armida...
    Vor einiger Zeit hatte ich auch dieses Problem komplett mit meinem Leben auf Kriegsfuß zu stehen. Völlig überladen von den Umweltreizen, von der Arbeit von meinen Freunden und der Familie.
    Doch im Gegensatz zu dir hatte ich das Glück, eine Ärztin zu haben, die mich an eine Therapeutin überweisen hat, die mich sofort dran nahm.
    Zum Schluß durfte ich eine Kur machen. 6 Wochen aus dem normalen Leben gerissen. Ich war sehr begeistert. Das tat gut, ich habe sehr viel gelent, und auch bis heute mir einiges bewahrt. Man kann nicht alles behalten aber eines ist mir sehr wichtig: Achtsamkeitstraining. Bewußt die Umwelt war nehmen.
    Oder, auch Dinge einfach mal liegen zu lassen, wenn man gerade an etwas arbeitet, muss das Andere eben mal warten. Das Telefon klingelt auch mal etwas länger! Man muss nicht immer beim ersten klingeln dran gehen...

    Jetzt habe ich dir aber ein Ohr abgekaut...
    Liebe Grüße
    Andrea

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  3. Liebe Armida,
    ich wünsche dir auch ganz viel Kraft und einiges an ruhigen Momenten, in denen du verschnaufen kannst. Die Ärzte tun sich wirklich sehr leicht....
    Viele Grüße
    Gusta

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  4. Vielen Dank für eure ganz lieben und aufbauenden Worte.
    Liebe Grüße
    Armida

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  5. Viel Bloggen, wenn Dir das Entspannung und Freude bringt :-)
    Im Ernst, alles Gute für Dich und viel Kraft,
    Liebe Grüße
    Kebo

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    1. Liebe Kebo,
      stimmt ich sag meinem Chef hab jetzt keine Zeit ich muss bloggen :) das macht mir mehr Spaß :)
      Vielen Dank.
      Liebe Grüße
      Armida

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  6. Liebe Armide,
    Deine Reaktion ist doch im Grunde angemessen? Wenn dauernd etwas von außen kommt, kann man sich nicht mehr besinnen, zu sich selbst kommen. Ich weiß nicht, ob Dir das hilft, aber gerade die Unmöglichkeit, den privaten Raum noch zu schützen, Grenzen zu haben, ist gerade ein großes Thema in den Medien. Mein Mann musste in der Ferien mindestens zwei Mal seine Mails lesen (Warum?Das wird doch inzwischen erwartet!) und ich habe meinen Patienten auch gesagt, dass sie mich im Notfall anmailen können, weil wir im Waldhaus ja völlig abgeschnitten sind (kein Telefon, Internet nur über´s Handy oben auf dem Berg...), ich meine Mails wohl nur jeden zweiten Tag abrufe.
    Es mag ja sein, dass Du besonders sensibel bist, aber das heißt nicht, dass Du Unrecht hast, nur dass Du manches stärker wahrnimmst und mehr darunter leidest. Es muss nicht immer alles sofort sein und das meiste ist überhaupt nicht wichtig... Arbeitest Du etwa in einer Spedition? Zwischendurch mal Atem holen!
    Liebe Grüße Deine Sarah

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    1. Liebe Sarah,
      danke für deine netten Worte. Ja ich bin Verkehrsfachwirtin und von uns wird auch erwartet dass wir abends, im Urlaub oder am Wochenende ständig ans Telefon gehen oder sogar mal des öfteren unentgeltlich sonntags ins Geschäft fahren oder in den Mittagspausen im Büro sind könnte ja jemand wichtiges anrufen.
      Stimmt du hast recht ich glaube das liegt im Grunde daran das jeder meint man muss immer und überall erreichbar sein. Geht man nicht ans Telefon poppt das Email - Fenster auf.
      Vielen lieben Dank stimmt eigentlich hast du recht das meine Reaktion angemessen ist.
      Liebe Grüße
      Armida

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Ich freue mich über jeden Eurer Kommentare wie ein Schneekönig also nichts wie ran an die Tasten.